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Kondome – Wissenswertes

20 September 2010 No Comment

Die Historie des KondomsDie Historie des Kondoms. Die erste Erwähnung fand das Kondom (auch Präservativ) bereits im 2. Jahrhundert nach Christus durch den lateinischen Autor Antonius Liberalis. In seinen Schriften findet sich die Äußerung, dass eine Ziegenblase zur Verhütung zusammen mit dem Penis in die Scheide der Frau eingeführt wurde. Dies wird in manchen historischen Auslegungen dahingehend gewertet, dass es sich hierbei um die Geburtsstunde des Kondoms handelt. Wissenschaftlich erwiesen, wird das Präservativ von dem Italiener Gabriele Fallopio im Jahre 1564 in einem Werk mit dem Namen “De Morbe Gallico” (Über die französische Krankheit) erwähnt. In jener Zeit grassierte in Europa die Syphilis.

Gummi und Kautschuk gab es zur damaligen Zeit noch nicht. Das Präservativ wurde aus Tierhäuten oder aus dünnem Leinen hergestellt und kunstvoll vernäht. Es half, eine Schwangerschaft zu verhüten und sollte auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützen. Hierfür wurde das Kondom in einer speziellen Quecksilberlösung in Verbindung mit Holzkohlenasche getränkt. Es folgten im 17. und 18. Jahrhundert Kondome aus Samt, Seide oder Schafswolle. Auch Fischblasen oder Blinddärme vom Schaf wurden noch bis zum Beginn des 20.Jahrhunderts verwendet.

Das Präservativ, wie man es heute kennt, konnte erst nach der Entdeckung des Erdöls und mit ihm, nach der Erfindung des Gummis hergestellt werden. Das erste Präservativ aus Gummi, das damals noch ungefähr 1 bis 2 Millimeter dick war und eine Längsnaht besaß, wurde 1855 von der Firma Goodyear hergestellt. 1901 wurde von Julius Fromm eine Methode entwickelt, um nahtlose Kondome zu produzieren. Voraussetzung für die nahtfreie Herstellung war die Erfindung der Latex-Tauchmethode. Julius Fromm brachte dann 1916 das erste Qualitätskondom – Fromms genannt – ohne störende Naht auf den Markt.

Das Kondom gehört heute neben der Pille zu den oft verwendeten Verhütungsmitteln beim Geschlechtsverkehr. Das Präservativ wird vor der Penetration über das erigierte Glied gestreift und fängt nach der Ejakulation das Sperma in einem Reservoir auf. Kondome bieten Schutz vor z. B. Aids, Hepatitis B, Tripper, Syphilis und anderen sexuell übertragbare Krankheiten. AIDS und Hepatits B sind sehr gefürchtete Krankheiten, die als unheilbar gelten Die Benutzung eines Kondoms ist verantwortungsbewusst, intelligent und zeigt den kompetenten Umgang mit Sexualität.

Und lange nicht jeder, der mit einem unbekannten Partner sexuellen Kontakt hat, denkt daran, dass er sich mit einer Krankheit anstecken könnte. Besonders Aids ist zu einer Krankheit von Randgruppen wie Homosexuellen oder Drogensüchtigen geworden, was viele Menschen, die diesen Gruppen nicht angehören, glauben lässt, dass Vorsicht nicht mehr notwendig ist. Tatsächlich gibt es aber immer noch mehrere tausend Neuinfektionen pro Jahr in Deutschland auch beim Erstkontakt zwischen heterosexuellen Paaren, die nicht drogenabhängig sind oder waren. Und obwohl moderne Medikamente das Leben mit Aids lebenswerter gemacht haben und den Ausbruch der Krankheit weiter verzögern können, ist diese nach wie vor nicht heilbar.

Die richtige Anwendung von Kondomen:

Eine Alternative zum Kondom ist seit den 90iger Jahren das Femidom. Das Kondom für die Frau.

Rolfi und das Kondom

Abneigungen gegen Kondome sind im allgemeinen psychischer Natur. Die heutigen Präservative sind kaum spürbar, so hauchdünn und elastisch, dass es kaum zu Beeinträchtigungen beim Liebesspiel führt. Kondome gibt es in den vielfältigsten Varianten, Größen, Stärken, mit und ohne Geschmack und mit besonderen Oberflächen-Strukturen zur Steigerung und Stimulation der Lust.

Kondome werden meistens aus Naturkautschuk-Latex, Polyethylen PE, Polyurethan PUR oder Polyisopren hergestellt. Kondome aus Latex werden durch fetthaltige Substanzen wie beispielsweise Vaseline oder Öle porös und verlieren somit ihre Schutzwirkung. Gleitmittel auf Wasserbasis sowie Silikon-Gleitmittel sind latexverträglich. Präservative aus PUR, PE oder Polyisopren können mit fett- oder ölhaltigen Gleitmitteln verwendet werden und sind für Latex-Allergiker eine Alternative.

Sexlexikon – Sex ABC

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